guter Saisonauftakt beim Lead-Weltcp in Chamonix PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Schöpf Michael   
Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 13:30 Uhr

Chamonix (FRA):  In einem spannenden Finale beim gestrigen Vorstiegsweltcup in Chamonix gelang es Jakob Schubert und Angela Eiter leider nicht ihre Führungspositionen aus dem Halbfinale zu verteidigen. Mehr als 10.000 Zuseher verwandelten Dienstag Abend den Hauptplatz von Chamonix in einen richtigen Hexenkessel und sorgten für eine sensationelle Stimmung.

 

Angela Eiter wird erst der Top-Griff zum Verhängnis

2. Platz für Angy Eiter beim Lead-Weltcup in ChamonixIm gestrigen Damenfinale war relativ schnell klar, dass man für den Sieg die Finalroute durchsteigen muss. Aufgrund ihrer Halbfinalführung stieg Angela Eiter als letzte Dame in das Finale ein. Vorher schafften bereits die beiden Französinnen  Charlotte DURIF und Héléne JANICOT sowie die Slowenin Maja VIDMAR das Top zu erreichen und somit galt es für Angela Eiter, dies ihren Mitstreiterinnen gleich zu tun. Angela Eiter meisterte alle Schlüsselstellen der Finalroute souverän bis zum letzten Griff, einem langen Zug, der für kleinere Athletinnen sehr schwierig zu lösen war. An diesem Zug scheiterten im Finale vorher schon Momoka ODA (JPN) und Alexandra EYER (SUI), die beide ähnlich wie Angela Eiter, zu den kleinsten Finalteilnehmerinnen zählten. Leider gelang es auch Angela Eiter nicht den Topgriff zu halten und somit musste sie sich mit dem fünften Platz begnügen. Aufgrund der besseren Halbfinalplatzierungen feierten die Französinnen DURIF und JANICOT einen Doppelsieg vor der Slowenin VIDMAR.

 

Jakob Schubert beim Lead-Weltcup 2010 in ChamonixIm Herrenbewerb musste sich der junge Innsbrucker Jakob Schubert nach einem Fehler bei der ersten Schlüsselstelle mit dem achten Platz zufrieden geben. Schubert, der sowohl in der Qualifikation als auch im Halbfinale als einziger neben dem späteren Sieger Ramon JULIAN PUIGBLANQUE (ESP) alle Routen toppte, muss somit seinen Traum vom ersten Sieg in Chamonix um ein Jahr verschieben. Dennoch zeigte der junge Innsbrucker, dass gerade mit ihm der Österreichische Wettkletterverband über eine große Medaillenhoffnung für die Heimeuropameisterschaft vom 15. bis 18. September 2010 (Imst & Innsbruck) in der Disziplin Vorstieg verfügt. Platz zwei ging in Chamonix an den amtierenden Vorstiegsweltmeister Patxi USOBIAGA LAKUNZA (ESP) vor Jorg VERHOEVEN (NED).

 

ÖWK bringt jeweils 4 Damen und 4 Herren ins Halbfinale

Die Qualifikation verlief für den Österreichischen Wettkletterverband sehr erfolgreich. Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen schafften jeweils 4 Österreicher/innen den Halbfinaleinzug. Aufgrund der leichten Qualifikationsrouten im Damenbewerb durften sich Österreichs Damen keinen Fehler erlauben, da es für die Halbfinalqualifikation notwendig war, beide Routen durchzusteigen. Angela Eiter, Christine Schranz, Barbara Bacher und Katharina Posch gaben sich keine Blöße und schafften souverän den Halbfinaleinzug. Neben Jugendweltmeisterin Katharina Posch gaben auch Magdalena Röck und Berit Schwaiger ihr Weltcupdebüt für den ÖWK.  Sowohl Röck als auch Schwaiger zeigten am Fuße des Mont Blanc  ebenfalls wie die restlichen Damen starke Leistungen, konnten aber ihre Potential nicht in beiden Qualifikationsdurchgängen voll abrufen und mussten sich mit Platz 37 (Röck) und 47 (Schwaiger) zufrieden geben. Dennoch lieferten die Mädels bei ihrem ersten Weltcup eine Talentprobe ab und sind ein großes Versprechen für die Zukunft.

 

Im Herrenbewerb qualifizierten sich neben Juniorenweltmeister Jakob Schubert auch David Lama, sowie die beiden Youngsters Mario Lechner und Max Rudigier für das Halbfinale. Einzig Nachwuchshoffnung Lukas Köb vom OeAV Dornbirn schaffte den Einzug in die Runde der besten 26 nicht.

Neben Jakob Schubert und Angela Eiter zeigten im Halbfinale auch die restlichen Österreicher/innen durchaus starke Leistungenund verpassten das Finale teils ganz knapp.  Bei den Damen fehlten Christine Schranz nur zwei Züge und Katharina Posch drei Züge um in das Finale einzuziehen. Ähnlich erging es David Lama im Herrenbewerb, den ebenfalls nur drei Züge vom Finaleinzug trennten. Mario Lechner und Max Rudigier zeigten ebenfalls, welch enormes Potential in ihnen steckt. Beiden wurde jedoch ein Stellungsfehler jeweils im ersten Drittel der Halbfinalroute zum Verhängnis und somit reichte es nicht für eine noch bessere Platzierung.

Die kompletten Ergebnisse zum IFSC Lead-Worldcup in Chamonix finden Sie unter:

http://www.ifsc-climbing.org/index.php?page_name=resultservice&comp=10_WC_CA&cat=ICC_F

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 13:55 Uhr
 

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